Die AHV-Abstimmung steht auf der Kippe, Doppelnamen kommen im Januar zurück, und der erste Schnee schliesst die Pässe.

Woche 43 · 2026. Nachgereicht am 26. Oktober 2026, aus den Meldungen jener Woche. Die erste Umfrage zu den Abstimmungen vom 29. November kam, der Bundesrat setzte den Termin für die Doppelnamen, zwei Studien vermassen die Wohnkosten, und auf den Pässen kam der Winter.

Die Woche

Die erste Umfrage zum 29. November: Patt bei der Mehrwertsteuer für die AHV

Die erste SRG-Umfrage von gfs.bern, veröffentlicht am 23. Oktober, befragte 14'874 Stimmberechtigte zwischen dem 5. und 18. Oktober. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Punkte für die 13. AHV-Rente hat 47 Prozent Ja und 49 Prozent Nein, 4 Prozent sind unentschieden. Die Feuerwerksinitiative führt mit 70 zu 30, die Ehepaar-Initiative hat 55 Prozent Ja und das Kriegsmaterialgesetz 49 Prozent, beide mit vielen Unentschlossenen. Abstimmen dürfen nur Bürgerinnen und Bürger, eine höhere Mehrwertsteuer stünde aber auf jeder Quittung.

Quelle: SRF

Doppelnamen kommen am 1. Januar 2027 zurück

Am 21. Oktober hat der Bundesrat das revidierte Zivilgesetzbuch auf den 1. Januar 2027 in Kraft gesetzt. Ab dann dürfen Ehegatten wieder einen Doppelnamen tragen, mit oder ohne Bindestrich, und wer schon verheiratet ist, kann die Änderung beim Zivilstandsamt erklären. Kinder bleiben ausgeschlossen und tragen weiterhin einen einzigen Namen. Wenn Du nächstes Jahr in der Schweiz heiratest, wird Dich das Zivilstandsamt nach Deiner Wahl fragen.

Quelle: Federal Council

Jede sechste Person gibt mehr als ein Drittel des Einkommens fürs Wohnen aus

Eine am 23. Oktober veröffentlichte Comparis-Umfrage zeigt: 16 Prozent der Menschen in der Schweiz geben mehr als ein Drittel des Bruttohaushaltseinkommens fürs Wohnen aus. Bei Mietenden sind es 22 Prozent, bei Eigentümern 7 Prozent, bei Haushalten mit bis zu CHF 4'000 im Monat 36 Prozent. Die Drittelsgrenze ist auch die Faustregel, nach der die meisten Verwaltungen eine Wohnungsbewerbung prüfen.

Quelle: swissinfo.ch

Das Wachstum wird langsamer und zieht aus den grossen Städten weg

Eine am 23. Oktober veröffentlichte UBS-Analyse zählt zwischen 2021 und 2025 rund 460'000 Menschen und 240'000 Haushalte mehr, dagegen etwa 220'000 neue Wohnungen. 2025 wuchs die Bevölkerung um 0,8 Prozent oder 76'000 Personen, für 2026 werden 0,7 Prozent erwartet. Am schnellsten wuchsen mit 1,4 bis 1,6 Prozent pro Jahr Schaffhausen, Wallis, Freiburg, Aargau und Thurgau, alle am Rand der grossen Agglomerationen. Zürich gewann 38'000 Menschen aus dem Ausland, verlor aber einen Rekordwert von 21'500 an andere Gemeinden.

Quelle: swissinfo.ch

Der erste Schnee schliesst sieben Pässe

Nach einem warmen, trockenen Herbstbeginn kam am 21. Oktober der Schnee zurück. Bis zum 23. Oktober waren Furka, Gotthard, Nufenen, Grimsel, San Bernardino, Sanetsch und Susten bis auf Weiteres gesperrt, Grosser St. Bernhard und Grosse Scheidegg hatten für den Winter geschlossen. Zwischen den Dents du Midi und dem Mont-Blanc-Massiv wurden bis zu 25 cm erwartet. Tunnel und Züge halten das Land verbunden, die hohen Strassen warten auf den Frühling.

Quelle: Le News

Einbrüche nahmen 2025 um 4 Prozent zu, die dunkle Jahreszeit ist der Höhepunkt

Die AXA verzeichnete 2025 4 Prozent mehr Einbrüche und zahlte 9 Prozent mehr Schäden aus als im Vorjahr. Das Risiko ist in Genf im November und Dezember am höchsten, gefolgt von Waadt, beiden Basel, Jura, Solothurn und Neuenburg; die Zentralschweiz und der Südosten sind am ruhigsten. Eine Hausratversicherung ist hier freiwillig, und viele Neuankommende lassen sie weg. Prüfe, was Deine Police deckt, bevor die Abende dunkel werden.

Quelle: The Local Switzerland

Diese Woche, falls Du gerade ankommst

  • Dein Prämienbrief für 2027 ist inzwischen da. Vergleiche auf priminfo.admin.ch; wenn Du wechseln willst, muss die Kündigung bis 30. November bei der alten Kasse eintreffen.
  • Am 25. Oktober wurde die Uhr zurückgestellt. Die Schweiz bleibt bis zum letzten Sonntag im März auf Mitteleuropäischer Zeit.
  • Mehrere Alpenpässe sind für die Saison geschlossen, und die Schneefallgrenze kann unter 1'000 Meter sinken. Prüfe den Passzustand, bevor Du fährst, und zieh vor dem ersten Frost Winterreifen auf.

Eine Stadt im Fokus: Zürich

  • Ab 1. Januar 2027 richtet sich der Preis der Anwohnerparkkarte nach dem Gewicht: 35 Rappen pro Kilo für Elektroautos, 40 für Benziner, Diesel und Hybride. Ein zwei Tonnen schwerer Benziner zahlt so CHF 800 pro Jahr statt CHF 300. Beantragen bis 15. Januar 2027; Karten für 2026 gelten noch bis 30. April 2027.
  • Die ZVV-Tarife steigen am 13. Dezember im Schnitt um 2,7 Prozent: ein Einzelbillett für ein oder zwei Zonen kostet neu CHF 4.80 statt CHF 4.70, das 9-Uhr-Monatsabo für den ganzen Kanton CHF 174 statt CHF 162.
  • Die Migros verlängert in 45 Filialen im Kanton die Öffnungszeiten: 24 seit 1. Oktober, 21 weitere ab 2. November. Die Filiale im Hauptbahnhof öffnet am Wochenende neu um 7 Uhr und schliesst täglich um 22.30 Uhr.
  • Die Leerstandsquote ist von 0,48 auf 0,52 Prozent gestiegen, und bis Ende 2026 werden im Kanton rund 8'500 neue Wohnungen erwartet, 2027 weitere 9'000. Immer noch eng, ein wenig weniger.

Eine leise Notiz

Diese Woche haben die Pässe geschlossen, einer nach dem anderen, und das Land ist ein bisschen kleiner geworden. Das macht es jedes Jahr. Die hohen Strassen gehen zu, die Züge fahren weiter durch den Berg, und die Leute ziehen sich ohne Klage nach innen zurück. Für einen ersten Winter hier steckt eine Lektion darin: Du brauchst nicht jede Strasse offen, um anzukommen. Nimm die, die offen ist, fahr langsam, und lass den Rest auf den Frühling warten.